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Region Hauerland
Das Hauerland oder Hauland ist eine Sammelbezeichnung für die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bestehenden deutschen Sprachinseln der Mittelslowakei, vor allem für jene um die Städte Kremnitz (slowakisch Kremnica, ungarisch Körmöcbánya), Deutschproben (slowakisch Nitrianske Pravno, ungarisch Németpróna) und Hochwies (slowakisch Veľké Pole, ungarisch Pálosnagymező). Diese Bezeichnung „Hauland“ oder „Hauerland“ hat sich an Stelle von Einzelbezeichnungen (wie Kremnitz-Deutschprobner Sprachinsel) Ende der 1930er oder 1950er[1] Jahre durchgesetzt… https://de.wikipedia.org/wiki/Hauerland
Diese Seite bildet derzeit lediglich die technische Basis (Namensraum) für künftige Rechercheergebnisse und Einträge, die aus dem neuen Projekt „Deutschsprachiges Hauerland“ (Ende 2025) resultieren.
Vorläufige Informationen zu diesem und weiteren Projekten:
Sonderprojekte
Projekt: "Deutschsprachiges Hauerland" (2025)
Projektbeschreibung
Das Projekt „Deutschsprachiges Hauerland“ wurde 2025 durch den Karpatendeutschen Verein intiiiert und unterstützt . Dabei war wiederum die aktive Einbeziehung junger Leute besonders wichtig, wobei an die Erfahrungen aus dem Pressburg-Projekt des Vorjahres angeknüpft wurde. Das Karpatenblatt und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) waren eingebunden. Das neue Bildungsangebot sowohl zur Geschichte der deutschen Minderheit in der Slowakei als auch zur Medienkompetenz befasste sich konkret mit früherem deutschem Leben in der Slowakei, konkret in der karpatendeutschen Region Hauerland. Neben einer ergebnisoffenen, kreativen Beschäftigung mit historischen Zeugnissen sollte auch dieses Projekt zu heutigen Beobachtungen im Sinne einer Spurensuche motivieren.
Planungsphase
Im Sommer 2025 begann die Planungsphase, in der eine Zusammenarbeit mit der Verbundenen Schule - Grundschule mit Kindergarten in Deutsch Proben Spojená škola / Základná škola s materskou školou Nitrianske Pravno, welche Deutschunterricht als einen Schwerpunkt anbietet und offiziell als Schule für die deutsche nationale Minderheit fungiert, vorbereitet wurde. Die Arbeitsweise sollte im Herbst in einem Workshop vermittelt werden, sodass von den Lernenden selbstständige Recherchen erarbeitet und digital erfasst werden können, um künftig hier in das Karpatendeutsche Wiki weitere neue Inhalte einpflegen zu können. Die technischen Grundlagen hierfür wurden durch die Wiki-Redaktion bereits im Sommer 2025 gelegt.
Workshop
Über den Workshop wird auf der Homepage der Schule unter dem Titel „Geschichte, Kulturerbe und digitales Projekt“ berichtet (übersetzt aus dem Slowakischen):
Am 17. November fand an unserer Schule ein Vortrag mit anschließendem Workshop über die Karpatendeutschen statt. Die Veranstaltung knüpfte an unser erfolgreiches Projekt „Wie unsere Großeltern lebten und sprachen“ aus dem Vorjahr an und wurde von Schülerinnen und Schülern der 7., 8. und 9. Klasse besucht. Hauptziel des Treffens war die Vorstellung des Online-Projekts „Karpatendeutsche Wiki“ (karpatskinemci.sk). Es wurde 2024 im Auftrag des Karpatendeutschen Kulturverbands in Zusammenarbeit mit dem Karpatendeutschen Verein und dem Museum für Karpatendeutsche Kultur ins Leben gerufen. Das Projekt dient der Bewahrung des kulturellen Erbes und der Vermittlung der reichen Geschichte der Karpatendeutschen an die breite Öffentlichkeit, insbesondere an junge Menschen. Herr Juraj Gigac sprach über das Projekt, dessen Ziele und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit unserer Schule und zeigte den Schülerinnen und Schülern, wie sie zu dieser digitalen Enzyklopädie beitragen können. Die Schülerinnen und Schüler sahen auch Beispiele der Arbeiten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler aus Bratislava im Rahmen des Projekts „Deutsche Geschichte Pressburgs“. Herr Yannick Baumann, Kulturmanager [des Instituts für Auslandsbeziehungen d.R.] beim Karpatendeutschen Verein in der Slowakei, besuchte uns ebenfalls. Er hielt einen spannenden Vortrag über die Geschichte der Karpatendeutschen – wie sie in unsere Region kamen und welche Ereignisse ihr Leben prägten. Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich aktiv: Sie ordneten historische Ereignisse auf einer Zeitleiste an, lasen zu jedem Ereignis einen kurzen deutschen Text, und Herr Baumann ergänzte dies mit vielen interessanten Fakten und Anekdoten. Die Veranstaltung war nicht nur lehrreich, sondern auch interaktiv. Die Schülerinnen und Schüler nahmen neues Wissen über die Geschichte der Karpatendeutschen mit und erhielten die Möglichkeit, sich an dem digitalen Projekt zu beteiligen. Wir sind überzeugt, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich aktiv an der Bewahrung des kulturellen Erbes durch das Wiki der Karpatendeutschen beteiligen und dazu beitragen werden.
Fotogalerie der Verbundenen Schule - Grundschule mit Kindergarten in Deutsch Proben
Im Karpatenblatt erschien im Dezember 2025 ein ausführlicher Bericht von Yannick Baumann unter dem Titel Projekt „Deutschsprachiges Hauerland“ gestartet. Abschließend weist der Autor darauf hin: „Jetzt fehlt nur noch die Zips. Nachdem die Schülerinnen und Schüler in die wohlverdiente Mittagspause entlassen wurden, blieb noch Zeit zum Austausch zwischen den Referenten und den Lehrerinnen und Lehrern. Als drittes Projekt der Karpatendeutschen Wiki soll ein ähnliches Format in der Zips und dem Bodwatal stattfinden. Wir freuen uns auf die Ergebnisse und darauf, dass die Karpatendeutsche Wiki immer weiter wächst.“
Auswertung des Projektmaterials und Danksagung
In den kommenden Wochen wird im Auftrag des Karpatendeutschen Vereins das Text- und Medienmaterial gesichtet, nach Relevanz ausgewählt, fachlich nachbereitet und eingegliedert. Wir sind sicher, dass sich die produktive Atmosphäre aus der Projektarbeit auf neue Inhalte der Karpatendeutschen Wiki übertragen wird und würden auch hier eine Weiterführung bzw. Erweiterung, etwa in der karpatendeutschen Region Zips, empfehlen. Herzlichen Dank an alle jungen Leute sowie ihre Pädagoginnen und Pädagogen für ihr Interesse, ihre Offenheit und Kooperationsbereitschaft! Als kleines Dankeschön hat die Redaktion die Ergebnisses eines Schulprojekts aus dem Jahr 2024 zum Thema "Wie unsere Vorfahren gelebt und gesprochen haben" aufgegriffen und hier im Wiki digital zusammengefasst.
Juraj Gigac | 28.11.2025
Projekt: "Deutsche Geschichte Pressburgs" (2024)
Projektbeschreibung
Das Projekt des Karpatendeutschen Vereins (KDV) wurde 2024 initiiert und realisiert. Laut dem KDV-Vorsitzendenden Dr. Ondrej Pöss war dabei die aktive Einbeziehung junger Leute besonders wichtig. Es wurde begleitend auch das Karpatenblatt für ein entsprechendes Social-Media-Projekt des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) eingebunden. Somit handelte es sich um ein Bildungsangebot sowohl zur Geschichte der deutschen Minderheit in der Slowakei als auch zur Medienkompetenz, das sich konkret mit früherem deutschem Leben auf dem Gebiet der heutigen slowakischen Hauptstadt Bratislava (früher: Preßburg, heutige Schreibweise: Pressburg) und deren Umgebung befasst. Neben einer ergebnisoffenen, kreativen Beschäftigung mit historischen Zeugnissen gab das Projekt auch Raum für heutige Beobachtungen im Sinne einer Spurensuche. Die Teilnehmenden konnten Bibliotheken, Friedhöfe oder auch das Archiv der Stadt Bratislava aufsuchen sowie im familiären Umfeld recherchieren. Bereits 2021 hatte das Karpatenblatt ein Projekt Medienwerkstatt: Deutsche Spuren in Preßburg als digitale Medienwerkstatt durchgeführt. Daran galt es nun nach drei Jahren anzuknüpfen und neue digitale Techniken anzwenden – vor allem aber, neue Entdeckungen zu machen.
Planungsphase
Im Sommer 2024 begann die Planungsphase, die zu einer Zusammenarbeit mit der Deutschen Schule Bratislava und der Bratislavaer Grundschule Hlboká cesta, die auch Deutsch als Unterrichtssprache anbietet, führte. Die Ergebnisse des Projekts sollten in Workshops und selbstständiger Recherchen der Lernenden erarbeitet und Ende November 2024 digital erfasst werden, um später hier in das Karpatendeutsche Wiki eingepflegt werden zu können. Zu einem der Ziele kristallisierte sich dabei heraus, durch die Zusammenarbeit mit jungen Menschen auch die Informations- und Wissensdatenbank um neue Fragestellungen, Recherchen, Fakten, Informationen, Verweise und vor allem auch Fotos zum Thema der deutschen Geschichte des ehemaligen Pressburgs und heutigen Bratislavas zu bereichern.
Erster Workshop
Der erste Workshop fand am 5. November 2024 im SNM Museum der Kultur der Karpatendeutschen in Bratislava mit zwei Referenten statt. Herr Juraj Gigac aus Bratislava gab im Auftrag des Karpatendeutschen Vereins den insgesamt rund 40 Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrkräften einen historischen Überblick zur Thematik und zur Aufgabenstellung des Projekts. Gemeinsam besuchten die Teilnehmenden den Museumsbereich und schauten sich draußen im Zuckermandel-Areal, gelegen im früheren Pressburger Stadtteil Schlossgrund-Zuckermantel, um. Anschließend bekamen sie eine Einführung in die Medienarbeit (Aufnehmen und Optimieren von Fotos und Videos mit dem Handy) von Herrn Peter Berger aus Wien. Für ein erstes Feedback dazu wurde ein Online-Meeting via Teams am 12.11.2024 geplant, da sich zwischenzeitlich auch das Institut für Auslandsbeziehungen, vertreten durch den ifa-Kulturmanager Yannick Baumann, mit einem eigenen Projekt für das Thema interessiert und sowohl inhaltlich als auch organisatorisch intensiv beteiligt hat.
Zweiter Workshop
Ein zweiter Workshop mit der Auswertung fand am 28. November 2024 mit den Lernenden beider Schulen statt. Herr Kay Zeisberg (Redakteur und Moderator beim deutschsprachigen Programm Radio Slowakei International des Slowakischen Rundfunks) gab im Auftrag des Karpatendeutscher Kulturverbands einen kurzen Überblick über Internet-Suchmaschinen, soziale Netzwerke und die „große“ Wikipedia im Vergleich zu individuellen Wiki-Systemen wie z.B. der Karpatendeutschen Wiki. Dabei wurde der interaktive Aspekt, also die Möglichkeiteit des Mitmachens, sowie die fließenende Entwicklung des Online-Bereichs herausgearbeitet. Er dankte dem anwesenden KDV-Vorsitzenden Herrn Dr. Ondrej Pöss für den Impuls, das Projekt nicht nur in Zusammanarbeit verschiedener Träger und moderner technischer Mittel zu realisieren, sondern vor allem die junge Generation zum Mitwirken zu motivieren und einzubinden.
Danach wurde unter Anleitung von Herrn Yannick Baumann (ifa-Kulturmanager) die aktuelle, ganz konkrete Beteiligung der Schülerinnen und Schüler zum Thema „Deutsche Geschichte Preßburgs“ präsentiert. Die Teams beider Schulen (Grundschule Hlboká cesta in Bratislava und Deutsche Schule Bratislava) stellten die Ergebnisse ihrer Recherchen vor. In Bild- und Videopräsentationen (u.a. mittels PowerPoint) und Wortvorträgen wurde ein breites thematisches Spektrum gezeigt: Friedhöfe und Gräber mit deutschen Namen, Architektur, Stadtbild, Straßen und Plätze mit deutscher Historie, frühere und heutige Firmen mit deutschem Bezug. Aber auch das Gespräch mit der älteren Generation hatten die Teilnehmenden gesucht, denn von beiden Schulen kamen Beiträge, die aus persönlichen Gesprächen z.B. mit der Großmutter resultierten – eines davon sogar in Form eines kurzen schauspielerischen Dialogs.
Dass die Projektarbeit Spaß gemacht hat, zeigt ein „Making-of“-Video (Team ZŠH):
Auswertung des Projektmaterials und Danksagung
In den nächsten Wochen wird die Redaktion im Auftrag des Karpatendeutschen Vereins das Text- und Medienmaterial sichten, nach Relevanz auswählen, fachlich nachbereiten und punktuell hier zuordnen. Zusätzliche Einträge kommen hoffentlich auch späterhin noch hinzu. Wir sind sicher, dass sich die Begeisterung aus der Projektarbeit auf neue Inhalte der Karpatendeutschen Wiki übertragen wird und würden uns eine Weiterführung bzw. Erweiterung in weiteren karpatendeutschen Regionen gut vorstellen können. Herzlichen Dank an alle jungen Akteure und ihre Pädagoginnen, Frau Svenja Ceranna und Frau Natália Khalus (DSB) sowie Frau Jana Mišuttová (ZŠ Hlboká), für die Kreativität, das Engagement und die hervorragende Kooperation! Ebenso danken wir den weiteren Beteiligten und Unterstützern: Rastislav Filó, Direktor des SNM Museums der Kultur der Karpatendeutschen und Yannick Baumann, Kulturmanager vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) sowie den Referenten Peter Berger aus Wien und Kay Zeisberg, Administrator und Redaktionsleiter der karpatendeutschen Wiki im Auftrag des Karpatendeutschen Kulturverbands.
Juraj Gigac | 30.11.2024







