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Kapuzinerkirche

Die Preßburger Kapuzinerkirche befindet sich auf dem Župné námestie (deutsch: Komitatshausplatz, näheres zur Entwicklung der Platzbezeichnung ist in der Ortvay-Datenbank nachzulesen). Sie ist dem heiligen Stefan geweiht und wurde Anfang des 18. Jahrhunderts auf Grundstücken gebaut, die ursprünglich mehreren adligen Familien gehörten. Der erste Gottesdienst wurde 1709 unter Leitung des ungarischen Primas Christian August von Sachsen-Zeitz abgehalten. In den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts musste der Gebäudekomplex wegen Baufälligkeit aufgrund des schlammigen Untergrunds teilweise abgerissen und neu errichtet werden. Die romantische Frontfassade stammt aus den 1860er Jahren und ist ein Werk des Preßburger Baumeisters Ignaz Feigler jr. Vor der Kirche steht eine der Bratislavaer Pestsäulen. Mehr über die Geschichte des Kapuzinerordens in Preßburg ist der Webseite des Ordens in slowakischer Sprache zu entnehmen.

Varia

Rechts vom Eingang befindet sich eine Nische mit der Plastik des Heiligen Konrad. Um diese herum sind Votivtafeln in slowakischer, ungarischer, deutscher und tschechischer Sprache angebracht.

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Auszüge aus historischen Presseveröffentlichungen

Am 21.11.1926 erschien in der Preßburger Zeitung ein ausführlicher Aufsatz über die damals 250-jährige Geschichte des Kapuzinerordens in der Stadt difmoe.eu: 1776 wurde das hundertjährige Bestehen des Preßburger Ordenshauses feierlichst begangen, über welches die „Preßbuger Zeitung“ vom 30. November 1776 wörtlich berichtet: Preßburg, der 25. November war für die W. W. E. E. Väter des Kapucinerordens ein merkwürdiger Tag; weil sie eben vor hundert Jahren 1676 mit allergnädigster Bewilligung Sr. k. k. Majestät Leopolds glorreichen Andenkens in diese königl. Frey- und Krönungsstadt eingeführet wurde.

Die erste Orgel vom Anfang des 19. Jahrhunderts wurde 1927 durch ein moderneres Instrument ersetzt. Hierzu ein Artikel aus der Preßburger Zeitung difmoe.eu: Die Orgel ist ein Prachtstück vom berühmten Orgelbauer Rieger in Jägerndorf. Die Konstruktion dieser Orgel ist nach dem neuesten System, hat 22 mechanische Register und 20 Nebenregister und wird elektrisch betrieben. Sie ist den Raumverhältnissen und der Akustik der Kirche angepaßt. Ihr Kaufpreis betrug über 110.000 K., wovon noch über 40.000 Kronen abzuzahlen sind.

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