Karpatendeutsche Wiki

Informations- und Wissensdatenbank über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der deutschen Minderheit in der Slowakei

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pressburg:strassenschilder

Alte deutsche Schilder im Stadtbild von Bratislava

Im Straßenbild des heutigen Bratislava konnten einige alte Straßen- bzw. Hausnummernschilder identifiziert werden.

Ein einsprachiges, rein deutsches Hausnummernschild ist auf der Fassade eines Hauses in der altstädtischen Venturgasse (Ventúrska) angebracht.

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Das zweisprachige Schild auf der Fassade des 1871 erbauten Gebäudes der Lehrerinnen-Bildungsanstalt in der heutigen Cukrová-Straße (damals Eötvös-Gasse) trägt Inschriften in ungarischer und deutscher Sprache und muss demzufolge noch in der Zeit vor der Entstehung der Tschechoslowakei angebracht worden sei. Das Gebäude an sich diente bis 2005 als Schule uns steht seitdem, obwohl denkmalgeschützt, leer.

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Das Schild in der heutigen Fándlyho-Straße ist mit Straßenbezeichnungen in slowakischer, deutscher und ungarischer Sprache versehen und stammt offensichtlich aus der Zwischenkriegszeit. Es ist an der Fassade des Hauses angebracht, in dem der ebenfalls dreisprachige Komponist Ľudovít/Ludwig/Lájos Rajter (1906 in Pezinok geboren, 2000 in Bratislava gestorben) wohnte.

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In der Konventgasse im Evangelischen Viertel von Pressburg findet sich auch 2025 noch ein ungarisch-deutsches Hausnummernschild.

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In der Kapuzinergasse am Rande der Altstadt von Bratislava gibt es am Gebäude des Ungarischen Kollegiums und der Stiftung „Nadácia Pro Collegio Posoniensi“ zwei Hausnummernschilder in ungarischer und deutscher Sprache aus der Zeit der k. u. k. Monarchie. Das Hausnummernschild am Haus in der Kapuzinergasse Nr. 9 ist authentisch und nur teilweise lesbar.

pressburg:kapuzinergasse-5.jpg pressburg:kapuzinergasse-7.jpg pressburg:kapuzinergasse-9_juraj-gigac.jpg

Ein Relikt aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie in der Zelená ul. 2 in der Alstadt von Bratislava, damals Grünstüblgasse (dt.) bzw. Zöldszoba-utca

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In der Fraňa-Kráľa-Str. 13 steht in Hanglage ein Haus aus der Zwischenkriegszeit. In der Mauer darunter ist eine seit Jahren verlassene Garage zu sehen, deren Rolltor ein deutschsprachiges Schild trägt, an dem es sich der Herstellungsort Brünn ablesen lässt.

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Über dem Eingang des historisierenden Wohnhauses in der Mateja-Bela-Straße 4 (ehemals Arany Jánosgasse 4,siehe Ortvays Datenbank) befindet sich ein Blechschild der Versicherungsanstalt Donau. Über dem Eingang des Nachbarhauses Nr. 6 ist eine ungarischsprachige Tafel der selben Versicherungsanstalt angebracht.

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An der Fassade eines Mietshauses in der heutigen Krížkova ulica (siehe Ortvays Datenbank) befindet sich immer noch ein Hausnummernschild aus der Zeit der Monarchie. Die alten ungarischen bzw. deutschen Schriftzüge sind mittlerweile größtenteils zugeschmiert.

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In der Nähe des Erzbischöflichen Sommerpalais, in dem mittlerweile die Regierung der Slowakischen Republik residiert, befindet sich bis heute ein ungarisch-deutsches Hausnummernschild. Die Albachgasse wurde nach dem in Preßburg geborenen Franziskaner und Wissenschaftler Joseph Stanislaus Albach (mehr über Albach in der Wikipedia) genannt.

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Die heute wieder Kozia ulica (seit 1990) genannte Gasse wurde laut Tivadar Ortvay zum ersten Mal 1440 als Gaygassen erwähnt. Zwischen 1880 und 1920 trug sie den Namen des ungarischen romantischen Dichters Sándor Kisfaludy, was auch das erhaltene Hausnummernschild belegt.

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An der Fassade eines Hauses in der Dobrovičova im Donauviertel von Preßburg hängt ein Nummernschild aus der k. und . Zeit, bei dem sich der abgekratzte ungarische Name mit dem Wissen aus der Ortvay-Datenbank lesen lässt. Der deutsche Name ist nicht mehr sichtbar.

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In der Fassade des 1923 für Samuel Stern gebauten Hauses in der Grösslingova-Straße Nr. 55 ist ein deutschprachiges Schild eingelassen, aus dem zu erfahren ist, wer das Haus entworfen und gebaut hat. Emil Alois Brüll mehr auf Slowakisch auf der Webseite dobrodruh.sk war ein 1895 in Dunajská Streda geborener Architekt, der an mehreren Bauwerken in Bratislava beteiligt war. Oft in Zusammenarbeit mit Emanuel Lebovics (Fachbeitrag von Eva Borecká), der ebenso jüdischer Herkunft war. Beide sind Opfer des Holocaust.

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